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VMware Fusion 5 Review – Standard Edition

Jetzt wo die neuen Virtualisierungslösungen gerade auf den Markt kommen, fragt ihr euch sicher, was ist besser? VMware Fusion 5 vs. Parallels Desktop 8Ich habe hier einen Gastartikel von Jens, der mich neulich nach Wine fragte und ich sagen musste, dass ich bisher nur mit VMware oder Parallels gearbeitet hatte. Nun hat er sich mal VMware Fusion 5 (Standard Edition) für euch angeschaut – ein Review der Professional Edition kommt auch noch im September von mir.

Christian war so freundlich, mir einen ihm zur Verfügung gestellten Lizenz für VMware Fusion 5 zukommen zu lassen. Da ich in der Vergangenheit nur auf VirtualBox zurückgegriffen habe, ist VMware somit für mich komplettes Neuland. Ich konnte also direkt testen, wie schnell man sich dort zurecht findet.

Installation von VMware und Windows 7

VMware Fusion 5 InstallationDie Installation geht recht fix, nicht zuletzt dank der SSD im MacBook Air. Startet man das Programm, wird man mit einem Willkommensbildschirm begrüßt, der den Einstieg erleichtern soll. Um das Programm mit Leben zu füllen, ist natürlich zusätzlich ein entsprechendes Betriebssystem nötig. Bei mir fiel die Wahl auf Windows 7, da ich hiervon eh noch eine “alte” 32bit Lizenz hatte. Windows 8 wäre ebenfalls eine Möglichkeit gewesen, da es ja derzeit Testversionen von Microsoft zum Download gibt. Allerdings wird hierfür eine Windows Live ID benötigt. Schon allein für den Download. Ohne eine solche ID verweigert Windows 8 aber auch die Installation. Insgesamt ein eher schlechter Schritt, den Microsoft da gegangen ist. Kurzum, ich weiß meine ID nicht mehr und wollte auch keine neue haben.

Isolierter oder Fenstermodus

Die Windows 7 Installation geht bei VMware Fusion 5 ebenfalls recht zügig von der Hand. Man kann wählen, ob man eine volle Integration der Windowsfenster ins Mac OS haben möchte, oder aber lieber einen “isolierten” Fenstermodus. Bei mir fiel die Wahl zunächst auf Letzteren, denn ich wollte erst einmal testen, wie sich VMware Fusion überhaupt so verhält.

Erweiterte Einstellungen

Darüber hinaus kann man sämtliche anderen Einstellungen so wählen, wie man möchte. Also z.B. wie viel Festplattenplatz in Anspruch genommen werden soll, was ja bei SSD Speichern durchaus ein kritisches Thema ist, da sie nicht die Größen normaler HDDs haben (oder dann unbezahlbar sind). Auch der belegte Arbeitsspeicher kann begrenzt werden.

Virenscanner Empfohlen

Nach dem ersten Start des installierten Windows wird man direkt von einem Hinweis begrüßt, man möge sich um einen Virenscanner bemühen. Sicherlich keine schlechte Empfehlung. Den vorgeschlagenen und beiliegenden McAfee muss ich allerdings nicht unbedingt haben. Statt dessen fiel meine Wahl auf die Microsoft Security Essentials, welche für mich auch Neuland sind, da seit langer Zeit der Avast! Virenscanner sein Dasein auf dem Windowsrechner fristet.

Also kurz den Internet Explorer für den entsprechenden Download angeworfen und direkt fällt auf, dass das Trackpad des MacBook Air voll unterstützt wird. Kein Haken und kein Ruckeln. So muss es sein. Der Download ist ebenfalls gewohnt schnell, da gab es bei VirtualBox schon mal Probleme mit der Geschwindigkeit. Windows erkennt zudem das MacBook als Notebook und setzt automatisch ein Batteriesymbol unten in die Leiste. Für die gesamte Einrichtung braucht man ca. eine halbe Stunde.

Windows Programme installieren und ausführen

Hier gibt es logischerweise keine Überraschungen, da man ja mit einem “normalen” Windows arbeitet. Programme werden ganz normal installiert und können dann ausgeführt werden. Ein Programm, das es so für den Mac noch nicht gibt, von mir aber mittlerweile gern genutzt wird ist das Dokumentenmanagement amagno.

Dieses durfte auch direkt für den Test herhalten. Die Installation bereitete allerdings zunächst Probleme, da ich mit 7 GB Speicher für die Windowsinstallation zu geizig war. Nach ein wenig Dateien löschen und Deaktivierung der Auslagerungsdatei ging es dann aber.

Im Nachtlosen Modus verhalten sich die Fenster, die eigentlich unter Windows ausgeführt werden wie Mac OS eigene Fenster. D.h. sie besitzen auch sämtliche Funktionen, die unter Mac OS verfügbar sind. Über die Taskleiste in Mac OS hat man zudem immer Zugriff auf sämtliche Funktionen von VMware Fusion. Egal ob Windows-Startmenü, oder Wahl des Fenstermodus. Alles ist dort hinterlegt und schnell verfügbar.

Amagno in Mac OS X

Man hat auch die Möglichkeit, Windows anzuhalten und an selber Stelle wieder weiter zu machen. In meinem Test konnte ich allerdings beim nahtlosen Fenstermodus zusehen, wie sich die Akkulaufzeit verringert und zwar deutlich von über 6 auf 3 Stunden Restlaufzeit. Begleitet wurde dies von einer Erwärmung des MacBook Air. Dieser Modus sieht zwar besser aus, aber scheint auch einiges an Rechenpower zu benötigen. Ein großer Nachteil, zumindest auf einem tragbaren Rechner.

Dateiaustausch mit VMware Fusion 5

Ein riesiger (!) Pluspunkt hingegen ist der einfache Dateiaustausch zwischen Mac OS und Windows. Das war bei VirtualBox immer eine Katastrophe. Man aktiviert einfach die entsprechenden Optionen und kann auf Mac OS Dateien zugreifen. Auch Drucker werden von VMware Fusion verfügbar gemacht und können unter Windows genutzt werden.

Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, muss man allerdings die VMware Tools installieren und auch von Zeit zu Zeit updaten.

Fazit

Alles in allem eignet sich VMware Fusion 5 für alle, die auf Windowsanwendungen angewiesen sind und noch eine Windows-Lizenz besitzen, oder bereit sind, eine zu erwerben.

positiv:

  • schnelle Installation und Einrichtung
  • import von bestehenden physischen Rechnern (physical to virtual)
  • im Standardmodus kaum Verkürzung der Akkulaufzeit
  • Einfacher Zugriff auf Dateien und Drucker
  • viele Einstellungsmöglichkeiten
  • sehr viele unterstützte Gast-System: Mac OS X (ab Lion), Linux (diverse Distributionen mit VMware Tools), Windows in fast allen Versionen, Chrome OS

negativ:

  • benötigt eine Windows-Lizenz (wie auch bei Parallels)
  • zu starke Systembelastung im nahtlosen Modus

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